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Geschichte des Basaltsteinbruchs auf dem Backenberg von 1927 bis 1972 ​​

Während die Basaltvorkommen der Bramburg und der Grefenburg schon vor der Jahrhundertwende kommerziell ausgebeutet wurden, geht das Basaltwerk Niedersachsen, das seinen Sitz auf dem Backenberg bei Güntersen hatte, auf eine kommunale Initiative zurück. Nach dem Ende des 1. Weltkrieges bildete der Ausbau des lange Zeit vernachlässigten Straßenverkehrsnetzes einen Schwerpunkt in der Tätigkeit der Gemeinden, Kreise und Provinzen. Die große Frage nach Basaltsteinen machte die Besitzer der Steinbrüche reich und lastete der öffentlichen Hand große Kosten auf. Als ein Projekt der kommunalen Gemeinwirtschaft wurde deshalb im Jahre 1927 das „Basaltwerk Niedersachsen“ gegründet. 

Luftaufnahme des Brechergebäudes 

Gesellschafter des Unternehmens waren die Provinz Westfalen, der Bezirksverband Kassel, der Freistaat Lippe und 23 westfälische, hessische und hannoversche Kreise. In den ersten 5 Jahren seines Bestehens machte das Unternehmen zwar keine Gewinne, konnte aber seinen Besitzern vergleichsweise billige Produkte liefern. Ähnlich wie die Bramburg und die Grefenburg befand sich das Niedersachsen-Werk auf dem neuesten Stand der Technik und besaß einen eigenen Brecher sowie eine 4 km lange Seilbahn zum Bahnhof Adelebsen. 

​Verladestation in Adelebsen ​

Die Firma produzierte wie die benachbarten Betriebe hochwertiges Straßenbaummaterial, vor allem Schotter für die Eisenbahn und Pflastersteine. (aus „Die Arbeit war ein Kampf“ von Ingrid Schöneborn Wolfgang Schäfer, Museumsverein für Steinarbeit und ländliches Alltagsleben e.V. Adelebsen, 1995)